Neue Vorständin bei der Ammerländer Versicherung - Christine Lühr-Boekhoff ergänzt Vorstand
Welche Bereiche werden Sie als Vorständin verantworten und welche Ziele verfolgen Sie?
Ich werde wie bisher „meine“ Fachbereiche Finanzen, Controlling und die Verwaltung der Kapitalanlagen verantworten sowie das Meldewesen und die Eigenmittelsteuerung. Hier liegen meine fachlichen Kompetenzen und Stärken, hier fühle ich mich am richtigen Platz.
Zu meinen Zielen: Ich möchte positive Impulse für die Unternehmensentwicklung setzen. Konkret bedeutet das am Beispiel unserer Kapitalanlagestrategie, dass diese weiter verantwortungsvoll und auskömmlich gestaltet wird. Insbesondere das Thema Nachhaltigkeit und die ESG-Kriterien Umwelt, Soziales und Unternehmensführung möchte ich hier stärker in den Fokus nehmen. Nach innen wie nach außen. Dabei ist mir wichtig, meine Ziele transparent zu machen, um das Team mitzunehmen und zu motivieren.
2021 betrug der Anteil von Frauen in den Vorständen von großen Versicherungen in Deutschland 13,2 Prozent. 2006 lag er bei 2,5 Prozent. Wie werten Sie diese Entwicklung?
Das ist leider immer noch viel zu wenig. Wobei ich keine Befürworterin einer „Frauenquote“ bin. Mein eigener Werdegang hier im Unternehmen zeigt, das sich Beruf und Familie – trotz aller Herausforderungen – vereinbaren lassen. Und auch eine „Karriere“ möglich ist. Dazu braucht es Vorgesetzte, die deine Lebenssituation verstehen, die entsprechenden Arbeitsbedingungen schaffen und so den Weg ebnen. Letztendlich profitieren beide Seiten davon. Also eine „Win-Win-Situation“ für Unternehmen wie für Mitarbeitende. Ich werde daher meinen neuen Handlungsspielraum nutzen, um insbesondere die Kolleginnen bei ihrer persönlichen Karriereplanung bestmöglich zu unterstützen.