Privater Rechtsschutz: Warum mehr Tarife glänzen und andere scheitern

Für das Rating Private Rechtsschutzversicherung 2025 analysiert Franke und Bornberg 258 Tarife und Tarifvarianten von 38 Gesellschaften. Im Vergleich zu den Vorjahren steigt die Qualität weiter. Aber längst nicht alle Tarife können überzeugen.
Das Interesse an Rechtsschutzversicherungen wächst. Ende 2024 zählte der Versichererverband GDV mehr als 27 Millionen Verträge – ein neuer Rekord. Die meisten Tarife sind nach dem Bausteinprinzip aufgebaut. „Rechtsschutz ist eine Frage der Maßkonfektion“, erläutert Michael Franke, Gründer und Geschäftsführer der Franke und Bornberg GmbH. Je nach Lebenssituation unterscheide sich der Versicherungsbedarf, so Franke. Zudem sei das Sicherheitsbedürfnis oft unterschiedlich ausgeprägt.
Beim Rating Privater Rechtsschutz untersucht Franke und Bornberg die Tarifkombination Privat, Beruf, Verkehr und Wohnen und unterscheidet Angebote für Familien und Singles. Weil Versicherungsschutz mit den rechtlichen Herausforderungen Schritt halten muss, passt Franke und Bornberg die Ratingkriterien den rechtlichen Entwicklungen und Marktgegebenheiten laufend an.
Was ist 2025 neu beim Rating Privater Rechtsschutz?
Beim Privatrechtsschutz im Internet kommen Identitätsmissbrauch und das Entfernen rufschädigender Inhalte neu in den Kriterienkatalog. Neu ist ebenfalls das Kriterium Verwaltungsrechtsschutz bei Streit um die Studienplatzvergabe. Das Merkmal „Fahrer fremder Fahrzeuge“ fällt hingegen weg, weil es in den Tarifen praktisch keinen Unterschied mehr gibt. Aus dem gleichen Grund senkt das Rating die Gewichtung für „weltweiten Versicherungsschutz“ von Faktor 3 auf 1,5.
Die besten Rechtsschutztarife für Familien
Für das RS-Rating Familie 2025 analysiert Franke und Bornberg 81 Kriterien und damit sechs mehr als im Vorjahr. Die Qualität hat in den vergangenen zwölf Monaten zugelegt. Der Anteil der Tarife in der absoluten Top-Klasse FFF+ hervorragend steigerte sich um 3,1 Prozentpunkte. Noch größer ist der Zuwachs in der Folgegruppe FFF sehr gut. Sie umfasst mittlerweile nahezu die Hälfte aller untersuchten Familientarife. 2024 lag ihr Anteil erst bei knapp 43 %. Verlass ist aber nicht auf alle Tarife. Mehr als jeder fünfte Familientarif ist nur „befriedigend“ oder schlechter.