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27. 08. 2012 - Unisex in der PKV: Wie gerecht es wirklich umgesetzt wird

(ac) Unisex Tarife sollten eigentlich für mehr Beitragsgerechtigkeit in der privaten Krankenversicherung sorgen. Doch noch vor ihrer Einführung sorgen die neuen Unisex Tarife bereits für erheblichen Unmut bei PKV Experten, denn die angekündigten Beitragssenkungen für Frauen werden durch massive Beitragserhöhungen bei männlichen privat Krankenversicherten gegenfinanziert. Statt, wie vom Europäischen Gerichtshof ursprünglich beabsichtigt, für eine gerechtere Behandlung von Frauen und Männern beim Versicherungsschutz zu sorgen, könnte bei der geplanten Umsetzung der Unisex Tarife durch die privaten Krankenversicherer also eine Ungerechtigkeit durch eine andere Ungerechtigkeit ersetzt werden. Warum gab es bisher unterschiedliche PKV Tarife? Bei der privaten Krankenversicherung geht es zwar in erster Linie um die Gesundheit der Versicherten, aber eben auch ums Geschäft. Da Frauen statistisch gesehen häufiger Leistungen ihrer Krankenversicherung in Anspruch nehmen müssen als Männer, ist für den privaten Krankenversicherer bei weiblichen Versicherten laut Statistik das Risiko höher, öfter für PKV Leistungen zahlen zu müssen. Dieses höhere, rein theoretische Zahlungsrisiko wurde darum bisher durch höhere PKV Beiträge für Frauen abgesichert. Dies ging sogar so weit, dass Frauen den doppelten PKV Beitrag als Männer zahlen mussten. Und das nur, um die gleichen Leistungen zu erhalten wie die männlichen Versicherten in ein und demselben Tarif. Private Krankenversicherer wälzen Beitragseinbußen auf männliche Versicherte ab Dass der EUGH vor diesem Hintergrund mit seiner Forderung nach einer Gleichbehandlung von Frauen und Männern in der PKV richtig liegt, steht außer Frage. Ungerecht ist jedoch, dass die privaten Krankenversicherer ihre zu erwartenden Umsatzeinbußen nun einfach auf die männlichen Versicherten abwälzen möchten. Denn für Männer, die ihre private Krankenversicherung erst nach dem 21.12.2012 abschließen, brechen nach dem aktuellen Artikel von PKV-Vergleich) teure Zeiten an. Bedingt durch die Tatsache, dass die Höhe der bisherigen PKV Beiträge von Frauen und Männern zur Einführung der Unisex Tarife gemittelt werden, steigen die Beiträge für männliche Privatpatienten erheblich. Private Krankenversicherer erleben einen Ansturm von Männern vor Unisex Einführung Kein Wunder also, dass die privaten Krankenversicherer einen sprunghaften Ansturm von Männern auf die alten PKV Tarife erleben. Allein die Debeka vermeldet einen Anstieg um 15.000 abgeschlossene private Krankenvollversicherungen innerhalb weniger Monate. Natürlich ist dabei nicht jeder Neuabschluss eine direkte Folge der nahenden Unisex Tarif Einführung, eine wichtige Rolle dürfte diese trotzdem spielen. Denn nur für Verträge der privaten Krankenversicherung, die nach dem 21.12.2012 abgeschlossen werden, gelten die neuen Beitragsbestimmungen der Unisex Tarife, Altverträge werden hiervon nicht betroffen. Stiftung Warentest warnt vor PKV Abschluss ohne Vergleich Die Stiftung Warentest nahm für die Ausgabe 09/2012 erneut verschiedenste Versicherungspolicen unter die Lupe und bestätigte die Befürchtung, dass Männer ab dem 21.12.2012 für ihre private Krankenversicherung wesentlich tiefer in die Tasche greifen müssten, als es bisher der Fall war. Dennoch warnen die Experten der Finanztest ausdrücklich davor, sich vom nahenden Einführungstermin der Unisex Tarife unter Druck setzen zu lassen. Ein genauer PKV Vergleich für den Einzelfall sei vielmehr dringend notwendig, bevor man sich für einen Tarif entscheide. Die Informationen aus einem PKV Test (www.pkv-vergleich.de/private-krankenversicherung-test) liefern alle relevanten Informationen, die man für den eigenen Vergleich benötigt.

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